HoS 2016

HoS 2016
Dezember 1, 2017 manzen

DAS AUFTAKTSYMPOSIUM ZUM HOUSE OF SYNCHRONICITY

Herbst 2016

 

 

 

SYNCHRONICITY forscht nach Antworten auf die Fragen zur Gestaltung urbaner Lebens- und Arbeitsräume der nächsten Generation bis 2025. An zwei Tagen im September 2016 sind dazu beim Auftaktsymposium insgesamt 40 Visionäre und Experten aus den Bereichen Architektur, Stadtplanung, Philosophie, Medien, Projektentwicklung und Design Thinking zusammengekommen, um Antworten auf die Fragen zur Gestaltung urbaner Lebens- und Arbeitsräume zu entwickeln und gemeinsam Konzepte für das Stadtquartier der Zukunft zu entwerfen.

Diese Frage nach einer Stadt der kurzen Wege ist nicht neu, viele Planer haben sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten damit beschäftigt. Auch bei der Politik steht sie bereits seit 25 Jahren auf der Agenda. Trotzdem fehlt es an Mut, diese Konzepte auch in der Realität umzusetzen. Weiterhin wird die Wohnungsfrage isoliert betrachtet und Stadtquartiere nur verhalten mit anderen Nutzungen angereichert. Dabei wird sich die Vermischung von Lernen, Arbeiten, Produzieren, Wohnen und sozialem Leben unter dem Einfluss der Digitalisierung weiter zuspitzen und noch unübersichtlicher werden. Dieter Läpple, langjähriger Leiter des Instituts für Stadt- und Regionalökonomie an der TU Hamburg und dann an der HafenCity, prognostiziert: Wir sollten uns verabschieden von der Entweder-Oder-Stadt, die sich zur Zeit aufs Wohnen fixiert.ì

Das Arbeiten im Stadtquartier der Zukunft umfasst dabei nicht nur das vermeintlich stille Arbeiten, sondern auch die Produktion. Die Stadt gehört nicht nur den „Thinkers“, sondern auch den „Makers“. Schon heute besteht ein vermeintlich monofunktionales Geschäfts- oder Industrieviertel aus einer Mischung von Produktion, Logistik und Dienstleistung.

Gleichzeitig muss das gemischte Quartier mehr sein als der romantisierende Rückblick auf die räumliche Verwobenheit von Wohnen, Arbeiten und Produktion im Industriezeitalter mit seinen menschlichen Tragödien und sozialer Ausbeutung, aber auch zukünftig mehr als ein rein künstlerisch inspiriertes Handwerksgewerbe oder eine FabLabs-Ingenieurskunst aus dem 3D-Drucker. Haben wir nicht vielmehr ein Aktivierungsproblem auf allen Ebenen ñ von langjährigen Verwaltungsprozessen über trennende bauplanungsrechtliche Rahmenbedinungen und Verdrängungsprozesse von ganzen Gesellschaftsschichten bis zu einer fehlenden Kooperationskultur, die zu oft ganz im Sinne eines NIMBY auf Misstrauen basiert?

Wie also umgehen mit der seit Jahrzehnten im Raum stehenden Frage der „Stadt der kurzen Wege“ Wie können wir alle Akteure der Stadtgesellschaft ñ Investoren, Politik, Verwaltung, Planer, Nutzer, Nachbarn, „Makers & Thinkers“ aktivieren?

Im neuen HOUSE OF SYNCHRONICITY kommen seit Anfang 2018 diese Akteure der Stadtgesellschaft zusammen, um mit Hilfe von neuartigen Veranstaltungsformaten, Innovation Hubs, Think Tanks, einer Akademie, Working Spaces, Startups, etc. für genau diese Komplexitäten in der Stadtentwicklung Lösungen, Handlungsanweisungen und -empfehlungen anzubieten, ja sogar neue Fragestellungen zu implizieren, damit idealerweise alle Bereiche eines Lebens im Stadtquartier der Zukunft synchronisiert werden können.

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